GRAZ ZWEITAUSENDDREI Kulturhauptstadt Europas
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Bauten & Infrastruktur

Graz hat mit seiner zeitgenössischen Architekturbewegung in einem von Tradition und historischem Erbe bestimmten Umfeld sowohl auf ästhetischer wie kulturpolitischer Ebene eine modellhafte Entwicklung vollzogen: Die so genannte "Grazer Schule der Architektur" und ihre bekanntesten VertreterInnen stehen für eine Architekturszene, die auch international große Beachtung gefunden hat und die seit den 60er-Jahren die Stadt mit expressiven formalen Experimenten bereichert.

Aber nicht nur GrazerInnen planen und bauen in Graz, sondern zunehmend auch ausländische ArchitektInnen, die über international ausgeschriebene Wettbewerbe den Zuschlag bekommen.
Im Zuge der Vorbereitungen für die Kulturhauptstadt hat sich Graz zur Aufgabe gesetzt, lang geplante Kulturbauten und städtebauliche Maßnahmen zu realisieren, womit einerseits das Gesamterscheinungsbild der Stadt wesentlich aufgewertet und andererseits die Lebensqualität der EinwohnerInnen erhöht wird.

Folgende Bauprojekte wurden realisiert:

>> Insel in der Mur
>> Kunsthaus
>> Helmut-List-Halle
>> Literaturhaus
>> Kindermuseum
>> Hauptbahnhof
>> Flughafen Graz
>> Stadthalle Graz
>> Hauptplatz Graz
>> Hauptplatz Andritz
>> Bauten am und im Schloßberg
>> Stadtbeleuchtung



DIE INSEL IN DER MUR

Projektbeschreibung Die Insel in der Mur
Artikel zur Eröffnung der Insel


DAS KUNSTHAUS
Ein neues Zentrum der Ausstellungskultur

Projektbeschreibung Kunsthaus Graz
Artikel zum OPEN KUNSTHAUS / Eintönen
www.kunsthausgraz.at


DIE HELMUT-LIST-HALLE
Einzigartige Synergien von Wissenschaft, Hochtechnologie und Kultur

Perfekte akustische Qualität bietet die Helmut-List-Halle (Waagner-Biró-Straße 98a). Sie fungiert als europaweit idealer Aufführungs- und Aufnahmeort sowohl für klassische Musik als auch für die Experimentierkraft großer Temperamente der zeitgenössischen Musik.
Möglich wird dies durch die Konstruktion der Halle (Architektur: Markus Pernthaler) und die Kompetenz des Unternehmens AVL auf dem Gebiet der Akustik. Helmut List, CEO und Mehrheitseigentümer der AVL, Mitgestalter und Initiator der Halle, sieht hier eine Vision verwirklicht, die völlig neue Formen der Zusammenarbeit zwischen künstlerischer Produktion und technischer Entwicklung ermöglicht. Genutzt wird die Halle sowohl vom "steirischen herbst", dem Festival zeitgenössischer Kunst, der "styriarte", dem Musikfestival um Nikolaus Harnoncourt, als auch von der AVL List GmbH. Im Programmjahr fanden zahlreiche Veranstaltungen von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas hier statt.
Auf einer Fläche von rund 5.000 m2 gibt es einen zentralen Zuschauerraum mit 1.200 Sitzplätzen, einer variablen Bühne und einem Orchesterraum. Mit der Uraufführung von Beat Furrers "Begehren" am 09. Jänner 2003 im Rahmen der Eröffnung von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas wurde die Helmut-List-Halle vom ersten Tag an als Ort der permanenten Innovation positioniert.


LITERATURHAUS
Ein Zentrum der Sprache

Mit seinen zahlreichen literarischen Institutionen und Zeitschriften hat sich Graz auch als Literaturstadt einen Namen gemacht; was aber bisher fehlte, war ein Ort, an dem all diese Initiativen eine zentrale Schnittstelle finden.
Mittlerweile ist das ehemalige Kulturhaus in der Elisabethstraße 30 in ein Literaturhaus umgebaut: Im bestehenden Gebäude wurde das Franz-Nabl-Institut für Literaturforschung und eine Bibliothek untergebracht, in einem dreistöckigen, zugebauten Hofgebäude sind zwei Veranstaltungssäle und ein Schauarchiv entstanden. Den Grazer Architekten Florian Riegler und Roger Riewe gelang mit diesem Bauprojekt eine sensible Verbindung von Alt und Neu unter Berücksichtigung aller Auflagen des Denkmalschutzes. Das neue Literaturhaus wurde am 09. Mai 2003 eröffnet.


KINDERMUSEUM
Erlebbare Architektur für Kinder

Eine "erlebbare Architektur" aus Glas, Stahl und Holz von Hemma Fasch und Jakob Fuchs ist die bauliche Grundlage für das Kindermuseum im Grazer Augarten. Dieses lädt Kinder, aber auch Erwachsene auf 1.200m2 zum Experimentieren und zur spielerischen Interaktion mit allen Sinnen ein.

Die Architektur von Hemma Fasch und Jakob Fuchs besticht durch die hier zum Ausdruck gebrachte "offene Geisteshaltung" und ein spielerisches Korrespondieren des Baus mit der Außenwelt. Geprägt wird sie durch natürliche optimale Lichtführung, Raumvariabilität, Klarheit in Material und Konstruktion, Reduktion des Gebäudes auf seine inhaltliche Funktion. Und die Berücksichtigung des speziellen Ortes und der gegenseitigen Einflussnahmen von Kunst- und Naturraum. Besonderes Augenmerk wurde auf "warme" Materialien gelegt, auf den Ort als Experimentierfeld und die Möglichkeit des ganzheitlichen Begreifens des Bauwerks selbst.

Oberste Priorität wird der Erlebbarkeit, der Bespielbarkeit und der Beteiligung eingeräumt. Vorrang hat die Interaktion, das Experimentieren, das Ausprobieren, das Anfassen, das Verändern, frei nach dem Motto "Probieren statt Studieren".
Der permanente Dialog, das Miteinbeziehen von Kindern, das Mitgestalten, das Einbringen kindlicher Vorstellungen von Kindern selbst, sind die Basis für die Umsetzung und die Realisierung des Konzeptes für das Kindermuseum.

Die Realisierung des Kindermuseums ist ein großer Erfolg für die Bemühungen Graz zu einer kinderfreundlichen Stadt zu machen.


HAUPTBAHNHOF
Projekt Bahnhofsmodernisierung Graz Hauptbahnhof

Das Projekt Bahnhofsmodernisierung Graz Hauptbahnhof wurde in den letzten Jahren nach den Plänen der Wiener Architekten Zechner & Zechner in Etappen realisiert; als erstes wurden ein behindertengerechter Personentunnel, Aufgänge zu den Bahnsteigen (Stiegen, Lifte, Rolltreppen), Bahnsteige und Bahnsteigdächer neu hergestellt. Die letzte Bauphase wurde nun im Rahmen der "Bahnhofsoffensive" umgesetzt.

In der Bahnhofshalle entstand ein neues, größeres Reisezentrum mit multifunktionalen Schaltern; der Wartebereich wurde vergrößert und besser ausgestattet. Im Erdgeschoss wurden Geschäfte und neue Gastronomiebetriebe eingerichtet. Eine neue Shopping Mall deckt auf zwei Ebenen mit umfangreichem Branchenmix die Konsumbedürfnisse der Reisenden und der Bevölkerung ab.
Der rechte Bahnhofstrakt wurde komplett abgerissen und durch einen Neubau ersetzt, in dem auf zwei Geschossen und auf einer Fläche von ca. 4.300m2 eine moderne Einkaufszeile entstand. Im linken Trakt wurden im Erdgeschoss ein Kaffeehaus und eine Fahrradstation eingerichtet; die bestehende Fassade des Hauptbahnhofes wurde teilweise mit einer Glasfassade überdeckt.
Im Hinblick auf die geplante Nahverkehrs-Drehscheibe Europaplatz wird eine mit dem Personentunnel niveaugleiche Verbindungsebene in Richtung Vorplatz und zur unterirdischen Straßenbahnhaltestelle geschaffen.
Zudem hat Peter Kogler im Rahmen des Projektes "Kunst und Verkehr - Ankommen in Graz" die Bahnhofshalle für das Kulturhauptstadtjahr mit einer großflächigen Intervention eindrucksvoll gestaltet.


FLUGHAFEN GRAZ
Das Tor zur Welt

Auch der Flughafen Graz rüstete sich für die Kulturhauptstadt 2003, um die ankommenden Gäste zeitgemäß begrüßen zu können: Im Mai 2001 erfolgte der Spatenstich für den Bau eines 40m hohen Towers aus getöntem Spezialglas in zylindrischer Form, der im Herbst 2002 in Vollbetrieb ging. In den Ankunfts- und Abflugbereichen sind neue Werbeflächen entstanden, die u. a. das aktuelle Programm von Graz 2003 wiedergaben.
Zudem gestaltete die Künstlerin Flora Neuwirth im Rahmen des Projektes "Kunst und Verkehr - Ankommen in Graz" für das Jahr 2003 das Flughafengelände mit flächigen Farb-Installationen.


STADTHALLE GRAZ
Eine Halle für alle in zeitgemäßem Design

Auf dem Areal der Grazer Messe entstand nach den Plänen des renommierten Grazer Architekten Klaus Kada eine Multifunktionshalle, die mit ihrem 150m langen Hallendach und dem neungeschossigen, transparenten Büroturm ein städtebauliches Zeichen setzt.
12.300m2 Nutzfläche bieten Raum für Musik, Kunst & Kultur, TV-Shows, Sportevents, Kongresse, Messen, Ausstellungen, Empfänge und Galas. Die Stadthalle ist mit einer säulenfreien Fläche von 6.500m2 und drei Foyers Raum für Top-Events aller Art geeignet; zudem ist die Fläche durch die angrenzende Halle um rund 14.000m2 erweiterbar. Zahlen überprüfen

Die Halle wurde im Oktober 2002 mit dem buddhistischen Weltkongress "Kalachakra for World Peace" eröffnet.
Machen Sie sich ein genaues Bild unter http://www.stadthallegraz.at/


HAUPTPLATZ GRAZ
Ein Ort der urbanen Begegnung

Der neue Hauptplatz im Zentrum von Graz wurde im November 2002 eröffnet.
Der 11.500m2 große Platz, dessen Neugestaltung im Zuge eines städtebaulichen Wettbewerbs bereits im Jahr 1991 entschieden wurde, wurde vom Grazer Architekten Markus Pernthaler zeitgemäß umgebaut. Die Marktstände werden, ähnlich wie am Jakominiplatz und Lendplatz, einer einheitlichen Gestaltung unterzogen und auf zwölf reduziert, um den Teil direkt vor dem Rathaus offener, weiter und geräumiger zu machen - geeignet für temporäre Installationen und Veranstaltungen unterschiedlichster Art.
Durch unerwartete archäologische Funde und anschließende Grabungen im Bereich des Erzherzog Johann-Brunnens wurde der Zeitplan im Sommer 2001 zwar kurzfristig durcheinander gebracht, die ProjektleiterInnen konnten trotzdem wie geplant den Platz im November 2002 mit einer Lichtshow eröffnen. Die neuen Marktstände werden im Laufe des Jahres 2004 aufgestellt und die Umgestaltung abschließen.


HAUPTPLATZ ANDRITZ
"Hängende Gärten" in einem neuen urbanen Zentrum der Stadt

Auch der Hauptplatz von Andritz wurde nach einem im Jahr 2000 ausgeschriebenen baukünstlerischen Wettbewerb umgestaltet: Bereits im Frühjahr 2002 wurde der neue, nach den Plänen des im Sommer 2001 verunglückten Grazer Architekten Herwig Illmaier umgebaute Platz im Norden von Graz eröffnet. Die prägendsten Elemente des neuen Platzes sind neben der verkehrstechnischen Lösung - Verlagerung des Frequenzschwerpunktes in die Platzmitte, Einführung eines zweiten Straßenbahngeleises und einer neuen Busspur - die städtebauliche Konzeption, die dem bislang inhomogenen, nach allen Seiten hin offenen Platz durch Errichtung eines Rankgerüstes und Toröffnungen für Straßenbahnen und Busse einen einheitlichen, urbanen Charakter verleiht und gleichzeitig die Bedeutung des Standortes, für zahlreiche PendlerInnen tägliche Umstiegsstelle, als "Tor zur Stadt" akzentuiert. Die vier Meter hohen, zur räumlichen Fassung des Platzes errichteten Rankgerüste wurden mit einer präzise auf die Blütezeit abgestimmten Mischung aus heimischen Kletter-, Rank- und Schlingpflanzen begrünt, die im Wochen-, Monats- und Jahreszeitenrhythmus ein Mosaik aus blühenden Feldern entstehen lässt.
In der östlichen Hälfte des Platzes, wo sich auch der überdachte Bauernmarkt und Platz für Veranstaltungen befindet, entstand eine zentrale überdachte Geschäftspassage mit gedeckten Wartebereichen für das Umsteigen; optisch getrennt durch die Rankgerüste wurde an der westlichen Platzseite ein gartenähnlicher Teil mit Rasen- und Blumenflächen, Baumgruppen, Sitzbänken, einem Springbrunnen und vereinzelten Kinderspielgeräten angelegt.


BAUTEN AN UND IM SCHLOSSBERG
Vom Dom im Berg bis zum Schloßberglift

Auch am und im Schloßberg, dessen Inneres in Kriegszeiten Menschen Sicherheit und Schutz bot, wurde gebaut. Graz beging somit den Übergang von einem Jahrhundert in das nächste mit Kultur- und Friedensprojekten an Plätzen, die eine ganz besondere Symbolkraft haben. Der Grazer Schloßberg mit seinem Uhrturm gilt als ein Wahrzeichen der Stadt, und seine Position wie auch seine Geschichte (von der Grazer Bevölkerung im 19. Jahrhundert von der damaligen französischen Besatzungsmacht freigekauft und dadurch vor der Zerstörung bewahrt) sind von wesentlicher Bedeutung für Graz und das Bild von dieser Stadt. Für die Landesausstellung "comm.gr2000az" im Jahr 2000 wurde der so genannte "Dom" im Schloßberg errichtet. Er wird heute von Vereinigte Bühnen, Graz als Veranstaltungsort benutzt. Ein zweiter weiterer wichtiger Schritt zur Attraktivierung des Schloßberges war der Lift im Schloßberg. Er macht nun den "Dom im Berg" für 600 Personen und die Uhrturmkasematten für 120 Personen behindertengerecht zugänglich.
Insgesamt ein für Graz immens wichtiges Vorhaben, gewinnt doch damit einer der jetzt schon attraktivsten Plätze noch mehr Zugkraft.


STADTBELEUCHTUNG
Ein "unverwechselbares Beleuchtungsdesign" erhellt die Innenstadt

Die Beleuchtung von Platz- und Straßenräumen ist einerseits wesentliches Gestaltungselement, andererseits bestimmend für Sicherheit und Wohlbefinden der BenutzerInnen bei Dunkelheit. Aus diesem Grund hatte die Stadt Graz das Bartenbach LichtLabor mit einem Kunstlichtkonzept für den Innenstadtbereich, für den Murraum, den Schloßberg und den Stadtpark beauftragt.
Funktionales und ästhetisches Ziel ist es, einen ganzheitlichen Raumeindruck zu schaffen und durch spezifisches Lichtmilieu den individuellen Charakter der repräsentativen Kulturbauten zu akzentuieren.
Den BenutzerInnen soll durch die Beleuchtung von wichtigen Gebäuden, Wahrzeichen, Kirchtürmen und Uferpromenaden eine visuelle Orientierung geboten und ein positiver Eindruck vermittelt werden. Das Konzept, das zum Teil im innerstädtischen Bereich bis 2003 umgesetzt wurde, umfasst auch "dynamische" Beleuchtungseffekte für besondere Anlässe und soll in einem Stufenplan auf den gesamten Innenstadtbereich ausgedehnt werden.



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