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Genre: Theater/Tanz


Anselm Glück: innerhalb des gefrierpunktes
Eine Choreographie aus Sätzen

Frank Zappa und Charles Ives geben die rhythmisch-musikalischen Muster vor, an denen Anselm Glück Aufbau und Komposition seines eigens für das Projekt "Sprachmusik" entworfenen Stückes ausgerichtet hat.

"This dance shows the exterior world crushed by evil science, ecological desaster, political failure, justice denied and religious stupidity" (Frank Zappa)
Ein Schauspieler betritt die Bühne: "hier bin ich. wie abgemacht. diese leute haben mich angerufen und ich habe zugesagt. man hat mir einen kleinen vorschuss überwiesen und hier sitze ich jetzt und bin bereit." Der Mann spielt seine Rolle. Bis sie ihm strittig gemacht wird. Von einem, der am Rand steht und zuschaut. Ein Rollentanz beginnt. Nach einer Choreographie, die sich als Form erhält, während ihr zusehends die Inhalte abhanden kommen. "mir brauchen sie bloß ein wort hinzuhauen, und schon dehnt es sich, wie diese bildschleifen, die die menschen früher, im dunkeln und mit musik unterlegt, angestaunt haben."
Glücks Stücke beziehen ihre Kraft aus dem konzentrierten Einsatz karger theatralischer Mittel. Die Figuren betreten in gleichsam archetypischen Konstellationen Bildräume von monumentaler Lakonik. Der Montage verpflichtet ist Glücks eigenwillige Sprache, deren Brüche deprimierende Welt- und Gesellschaftsbefunde offenbaren, deren skurriler Witz gleichzeitig darüber hinausgehende, verblüffende Erkenntniseffekte hervorzurufen vermag.
Das Bühnenbild von Franz Lehr wurde im November mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie beste Ausstattung prämiert.

Anselm Glück: Schriftsteller, Maler, Zeichner; Studium der Sinologie und Völkerkunde, abgebrochen; lebt in Wien. Preis des Landes Kärnten beim Ingeborg Bachmann-Preis 1988; Literaturpreis des Landes Steiermark 1996; 1991/92 Stadtschreiber in Graz und Poetikvorlesung an der Universität Graz. Zuletzt erschienen: "ich kann mich nur an jetzt erinnern" (Droschl 1998); "inland" (Libretto, Droschl 2000; UA 2001 in Wien)

Autor: Anselm Glück; Regisseur: Philip Tiedemann
Uraufführung: 06.06.2003

Das Buch zum Stück erschien beim Droschl Verlag.

Graz 2003 in Koproduktion mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus und dem Schauspielhaus, Graz

Datum:6. - 20. Juni 2003
Ort:Schauspielhaus Graz





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Literaturverlag Droschl
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