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Förderungen

Graz 2003 wurde zum größten Teil durch öffentliche Förderungen finanziert.

Die Abwicklung der Geldflüsse mit den österreichischen Gebietskörperschaften betreffend die Basisförderung war hinsichtlich des Administrationsaufwands gänzlich unbürokratisch und unkompliziert. Die Fördergeber wurden nach Bedarf mit Verwendungsnachweisen in Form von Jahresberichten beschickt und erhielten die Jahresabschlüsse zur Prüfung. Die Basisförderung des Landes Steiermark wurde durch einen Besuch der Landesbuchhaltung im Haus und die Durchsicht exemplarischer Belege geprüft.

Seitens des Landes Steiermark und des Bundes wurden außerdem drei Einzelprojekte zusätzlich gefördert: In diesen Fällen war eine formelle Antragstellung erforderlich, sowie der Verwendungsnachweis in Form der Zusendung der Originalbelege. In solchen Fällen empfiehlt sich ein Projektmanagement, das diese Vorgaben von vornherein mitbedenkt, damit der Verwendungsnachweis mit möglichst wenig Aufwand abgewickelt werden kann.

Die EU stellte Graz 2003 € 500.000,- an Förderung zur Verfügung. Diese Förderung war im Rahmen des Förderprogramms Culture 2000 bei der Europäischen Kommission in Form einer formellen Antragstellung für zwei Einzelprojekte von Graz 2003 zu beantragen. Erschwerend ist, dass die beantragten Projekte zwar nicht alle Voraussetzungen des Förderprogramms erfüllen müssen, jedoch einen spezifischen europäischen Aspekt beinhalten und im Bereich des Finanzplans sehr genau angepasst werden müssen. Die Antragstellung ist vor allem zeitaufwendig und bedarf einer sehr genauen Kalkulation. Sie ist weiters fristgebunden, wobei erwähnt werden soll, dass Graz 2003 auf die Fristen sowie auf die Höhe der zu beantragenden Summe (€ 500.000,- in zwei Tranchen - für 2 Projekte) seitens der Kommission hingewiesen wurde. Die Freigabe sowie die Zusendung der Förderverträge dauert zwischen 6 und 8 Monate. Nach Erhalt des jeweiligen Vertrags kann mit der Überweisung der ersten Rate der Förderung gerechnet werden. Erwähnt werden soll weiters, dass das beantragte und geförderte Projekt als ein von der EU gefördertes Projekt ausgewiesen werden muss (durch Verwendung des Logos). Zwei Monate nach Beendigung der projektbezogenen Aktivitäten laut Antrag muss die Förderung in Form eines Endberichts inklusive einer detaillierten Rechnungsliste abgerechnet werden. Je besser das Projekt bereits bei der Antragstellung budgetiert war, desto leichter kann die Endabrechung vorgenommen werden. Zum Thema EU-Förderungen kann abschließend gesagt werden, dass der Kontakt und die Abwicklung zur bzw. mit der Europäischen Kommission zeitaufwendig, kompliziert und langwierig ist.

Am Beispiel von Graz 2003 ist auch erkenntlich, dass die Förderzusagen von öffentlichen Gebietskörperschaften grundsätzlich erst dann einen rechtsverbindlichen Charakter haben, wenn ein formeller Fördervertrag abgeschlossen wurde. Bis dahin können diese Förderungen gekürzt oder zurückgezogen werden, ohne dass dagegen irgendeine Abhilfe besteht. Diese - letzte - Unsicherheit scheint einem kulturellen Großprojekt, das durch öffentliche Gelder finanziert wird, inhärent zu sein. Trotzdem würden wir empfehlen, in einem ähnlich gelagerten Fall möglichst früh in der Projektentwicklung auf schriftliche Zusagen der entscheidungskompetenten Gremien zu drängen.



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