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Genre: Musik

St. Petersburg in Graz
Drei Jahrhunderte russische Musik
Valery Gergiev und das Mariinsky Theater

Mit Werken von Domenico Cimarosa, Peter Iljitsch Tschaikowski, Igor Strawinsky u. a. bot der russische Star-Dirigent Valery Gergiev einen Einblick in die russische Musikliteratur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts. Unter seiner Leitung gastierten Solisten, Chor, Orchester und das Kirov-Ballett des Mariinsky Theaters aus St. Petersburg in Graz.

Im Zentrum dieses zweieinhalbwöchigen Gastspiels stand ein Doppelabend, welcher einen Bogen von Domenico Cimarosas azione teatrale "La Cleopatra" zu Igor Strawinskys Opernoratorium "Oedipus Rex" spannte. Sir Jonathan Miller (Regie und Bühnenbild) und Sue Willmington (Kostüme) erarbeiteten diese Aufführungen eigens für Graz, danach waren sie in St. Petersburg zu sehen. Doch nicht nur das 18. und das 20., sondern auch das 19. Jahrhundert, repräsentiert durch zwei Werke von Peter Iljitsch Tschaikowski, "Mazeppa" und "Pique Dame", wurde musiktheatralisch beleuchtet. Zwei Konzerte mit dem Orchester des Mariinsky Theaters - das erste als Teil der Reihe "Ikonen des 20. Jahrhunderts" mit Igor Strawinskys "Le sacre du printemps" und Friedrich Cerhas "Spiegel I, III, VI, VII" - rundeten Valery Gergievs Engagement für Graz 2003 ab.

Zu den Werken:

Cimarosa, in Neapel ausgebildet und von 1787 bis 1791 Hofkapellmeister am Zarenhof in St. Petersburg, schuf in dieser Funktion 1789 die zweiaktige azione teatrale "La Cleopatra", in welcher das Verhältnis zwischen der sagenhaften ägyptischen Herrscherin und dem römischen Feldherrn Marcus Antonius im Spannungsfeld der unterschiedlichen staatspolitischen Positionen ihrer Heimatländer gezeigt wird. Doch nicht nur der dargestellte Liebeskonflikt, auch Cimarosas Fähigkeit, dem Repräsentationsbedürfnis der Gattung Oper Genüge zu tun, macht den Reiz von "La Cleopatra" aus.

Igor Strawinskys zweiaktiges Opernoratorium "Oedipus Rex" ist ein Kunstwerk von überzeitlicher Gültigkeit. Strawinsky gelang es hier in Zusammenarbeit mit seinem Librettisten Jean Cocteau aus der antiken Tragödie des Sophokles vor allem den emotionalen Konflikt des Titelhelden, welcher sich unwissend in Schuld verstrickt, den eigenen Vater erschlägt und in Blutschande mit der eigenen Mutter zusammenlebt, herauszustreichen. Als Sprecher in dieser Inszenierung von Sir Jonathan Miller war Klaus Maria Brandauer zu sehen.


In der 1884 in Moskau uraufgeführten, dreiaktigen Oper "Mazeppa" erzählen uns Tschaikowski und sein Librettist Viktor Burenin, der sich dabei an Alexander Puschkins epischem Gedicht "Poltawa" orientierte, die Geschichte des gleichnamigen Anführers der ukrainischen Kosaken. Mazeppa entführt seine Geliebte Maria, die Tochter seines Freundes Kotschubej. Dieser bricht zur Rache auf, wird gefangen, grausamst gefoltert und getötet. Maria verfällt dem Wahnsinn. Mazeppa erhebt sich gegen den Zaren, wird jedoch in der Schlacht von Poltawa besiegt. Mit letzter Kraft kann er entkommen, um seinen Todesritt in die Steppe anzutreten.

"Pique Dame", Tschaikowskis 1890 in St. Petersburg uraufgeführte vorletzte Oper, geht wie "Mazeppa" ebenfalls auf eine literarische Vorlage von Alexander Puschkin zurück. Hier vertonte Tschaikowski die Geschichte jener geheimnisumwitterten alten Gräfin, von der das Gerücht umgeht, sie wüsste das Geheimnis dreier unfehlbarer Karten. Dem Offizier Hermann gelingt es, da er das Vertrauen wie die Liebe ihrer Enkelin Lisa gewinnen konnte, bis zur alten Gräfin vorzudringen. Die unvermutete nächtliche Begegnung erschreckt die Gräfin jedoch zu Tode, sodass ihr Hermann nicht das Glück verheißende Geheimnis entreißen kann. In einer Vision glaubt Hermann nun, die Tote würde ihm die drei unfehlbaren Karten verraten. Immer krankhafter vom Glücksspiel besessen, ist Hermann unfähig zu jeglicher Kommunikation mit Lisa. Sie erkennt das Scheitern ihrer Liebe und sucht Erlösung im Freitod. Doch Hermanns Vision war eine Täuschung - er setzt alles auf die falsche Karte. Und so bleibt auch ihm nur mehr der Tod durch die eigene Hand.


Idee und Konzeption: Karen Stone

Eine Koproduktion von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas, den Theatern Graz und der Stadt Graz.

Datum:11.02.2003 - 23.02.2003
Ort:Opernhaus Graz





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