GRAZ ZWEITAUSENDDREI Kulturhauptstadt Europas
HOME SITEMAP BLINDENGERECHTE VERSION ENGLISH

Projekte A-Z
A-D
E-H
I-N
O-T
U-Z
Genres
Kalender
Beiprogramm
Schulkooperationen
Programmnews-Archive

backforward
Programm


(für Vergrößerung anklicken)






Genre: Architektur/Kunst im öffentlichen Raum


Die gespiegelte Stadt
Reflexion urbaner Situationen

Die Installation "Die gespiegelte Stadt" ermöglichte neue Raumerlebnisse und ermunterte zur Reflexion über Vertrautes und Fremdes. Und sie brachte das Meer nach Graz.

Mehr noch als den schaulustigen TouristInnen ist die Stadt den Menschen, die ständig in ihr leben, fremd: Sie kennen sie so gut, dass sie vieles an ihr schon wieder übersehen. Das Projekt "Die gespiegelte Stadt" hat durch bewusste Irritation zur Reflexion über das Vertraute angeregt.
Bei diesem Projekt, das auf die Idee des Grazer Kulturmachers Emil Breisach zurückgeht und vom steirischen Architekten-Designer-Team Klaus und Alexander Kada konzipiert wurde, handelte es sich um einen "gespiegelten Platz" inmitten der Stadt. Bis zu fünf Meter hohe, allseitig reflektierende Spiegelelemente wurden um den und am zentralen Freiheitsplatz positioniert. Das Betreten der Platzanlage ebenso wie seine Benützung durch AutofahrerInnen war nicht nur weiterhin möglich, sondern sogar ausdrücklich erwünscht. Den PassantInnen boten sich dabei optische Effekte in vielfacher Ausformung: So erlebte der Betrachter/die Betrachterin durch das Hinter- und Nebeneinander der Spiegelflächen eine unendliche Vervielfachung der Reflexionen, die umso eindrucksvoller ausfiel, da die Spiegelelemente die Augenhöhe weit überragten. Dennoch blieben Reste der umgebenden Architektur und der den Platz benützenden Menschen im Blickfeld, sodass sich letztlich die "reale Welt" mit ihrem "Widerschein" zu einem neuen Raumerlebnis zusammenfügte. Dabei wurden in den Spiegelungen natürlich nicht nur das vertraute städtische Umfeld, sondern auch die eigene Person vielfach multipliziert sichtbar. Änderte der Passant/die Passantin seine/ihre Position, ergaben sich noch eindrucksvollere Effekte: Die bewegten BetrachterInnen begegneten ringsum ihrem Spiegelbild, das sich wiederum in alle Richtungen bewegte. Im Rahmen dieses beständigen Wechselspiels zwischen zweiter und dritter Dimension, des unendlichen Dialogs zwischen der Objektwelt und dem Immateriellen, der Begrenzung und der Unendlichkeit, sollte letztlich selbst die Weite des Ozeans erfahrbar werden: In eine der Spiegelflächen wurde eine große LED-Wand integriert. Auf dieser Projektionsfläche waren via Standleitung Live-Bilder des Meeres zu sehen und Meeresgeräusche zu hören. Graz liegt an der Mur und nicht am Meer - für einige Monate im Sommer 2003 war das anders!

Idee und Konzeption: Klaus und Alexander Kada, Emil Breisach
Durchführung: ARGE KADA

Ein Projekt von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas.

Datum:01.08.2003 - 31.10.2003
Ort:Freiheitsplatz









OFFICIAL PARTNERS
SPONSORED BY