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Genre: Literatur

Literarische Brücken für Europa
Poetik der Grenze
Ein Projekt der Stadt Graz

"Poetik der Grenze" stellte Überlegungen zum Phänomen "Grenze" an: Grenzen in der Sprache, Grenzen im Sport, im Theater, in der Wissenschaft und der Politik. Essays, Gedichte und Erzählungen namhafter AutorenInnen aus vielen europäischen Ländern wurden 2003 in einem Sammelband vereint.

Grenze ist so allgegenwärtig wie Materie oder Energie. Denn in der Grenze, durch die Grenze, wird eine Identität vollendet. Die Grenze gehört noch immer dieser Identität, und dennoch ist sie schon etwas gänzlich anderes, denn sie wird auch durch eine andere Identität konstituiert, die an der Grenze beginnt. Die Grenze ist Grundlage der Identität, denn gerade sie gibt Form und Gestalt und gerade hier überwindet eine Identität stumpfes Mit-sich-selbst-gleich-Sein und öffnet sich etwas völlig anderem, nämlich jener anderen Identität, aus der die Grenze (auch) besteht. Im dialogischen Wesen der Grenze erkennt das "Ich" allein eine, und zwar die "eigene Seite"; den anderen Teil der Grenze, die andere Identität, kann das "Ich" nicht erkennen, es muss diesen erfahren.
Wie kaum eine andere Stadt ist Graz von der Grenze geprägt worden. Sie lag an der Grenze zum Osmanischen Reich, liegt an der Grenze, an der drei Ethnien aufeinander treffen, 50 Jahre lang lag der Eiserne Vorhang in nächster Nähe. Mit dem Nachbarn bzw. dem "Anderen" sprach man in der Grazer Geschichte meist über den Vorhang hinweg - egal, ob dieser durch seinen Glauben, seine Ethnie oder durch das politische System der "Andere" war bzw. zu diesem wurde. Hat man durch dieses Sprechen erlernt, aus der Grenze eine Begegnungsstätte zu machen? Allerdings! Die Grenze in Graz ist heute ein Begegnungsort, und zwar nach langen Jahrhunderten, in denen sie als Konfrontationsstätte und Anlass zum Streit fungierte.

AutorInnen: Eqrem Basha, Peter von Becker, Erhard Busek, Gerhardt Csejka, Ivan Colovic, Krzysztof Czyzewski, Mechthild Curtius, Ales Debeljak, Istvan Eörsi, Tymofij Havryliv, Maximilian Hendler, Markus Jaroschka, Dzevad Karahasan, Nadja Klinger, Georg Kohler, Angela Krauss, Kenka Lekovich, Nicola Lusardi, Herta Müller, Rada Nuic, Marina Palej, Ilma Rakusa, Said, Jenny und Bernd Schütze, Helmut Strobl, Heinz Trenczak, Manfred Weber, Oksana Zabuzhko, Ivo Zanic und Uros Zupan.

Idee und Konzeption: Dzevad Karahasan
Durchführung: D. Karahasan, M. Jaroschka, M. Aufischer, L. Grinschgl, B. Pölzl

Ein Projekt der Stadt Graz in Zusammenarbeit mit dem Cultural City Network und Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas.

Datum:Oktober 1998 bis Oktober 2003.
Ort:Stadtmuseum Graz





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