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Genre: Wissenschaft/Religion
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Miteinander leben - einander verstehen
Projekt: Interreligiöses Europa
Religiöse Vielfalt und kultureller Reichtum in europäischen Städten

Von Beginn an stand das "Projekt: Interreligiöses Europa" auf dem Fahrplan für 2003 als ein Versuch, eine tolerante Stadtkultur für das Europa des 21. Jahrhunderts zu entwickeln. Graz, Stadt des Dialogs und der Menschenrechte, stellte sich dieser großen Herausforderung.

In den europäischen Städten wächst die Notwendigkeit, das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher religiöser und nichtreligiöser Identität auf der Grundlage der Menschenrechte und der jeweiligen demokratischen Verfassungen gleichberechtigt und friedlich zu gestalten. Das "Projekt: Interreligiöses Europa" baute auf der Grazer Gesprächskultur auf und versammelte erstmals StadtpolitikerInnen und ReligionsvertreterInnen aus ganz Europa zu einem gegenseitigen Lernprozess über den Umgang mit urbaner Pluralität. Medien und Migration bringen einen grenzüberschreitenden Konflikttransfer mit sich und verlangen eine effektive europäische Zusammenarbeit.
Der interreligiöse Dialog wird von den Religionsgemeinschaften meist nur bilateral und auf theologischer Ebene geführt. Heute geht es aber immer mehr darum, diesen Dialog mit den konkreten Fragen des Zusammenlebens in den Städten zu verknüpfen: Migration, Asyl, Menschenrechte, Erziehung, Bildung, Soziales u. a. Daher wurden Stadtverwaltungen und Religionsgemeinschaften, aber auch nichtreligiöse Menschen aus ganz Europa zur Teilnahme am "Projekt: Interreligiöses Europa" eingeladen, um gemeinsam Lösungsansätze zu erarbeiten.

Ziele dieses Projektes waren:

- die Auseinandersetzung mit der alltäglichen Lebenssituation von Angehörigen der verschiedenen Religionsgemeinschaften, insbesondere von Minderheiten, in europäischen Städten
- die Auflistung von deren Problemen, Konflikten und Erfahrungen im Bereich des interreligiösen Dialogs und der multireligiösen Zusammenarbeit
- das Sammeln von bereits funktionierenden Modellen (good practices) der Zusammenarbeit
- die Entwicklung von Leitlinien und Vorschlägen basierend auf diesen Erfahrungen und deren
- Publikation in Form eines ständig erweiterbaren Handbuchs der multireligiösen Kooperation im Internet.

Bei einer internationalen Vorkonferenz, die 2001 in Graz stattfand, wurden vier Themenbereiche festgelegt:

Erziehung - Bildung - Kultur: Was muss getan werden, damit es zu einem besseren Verständnis und Respekt für die jeweils andere Religion und Weltanschauung kommt?

Identitäten - Riten - Symbole - Öffentlichkeit: In der alltäglichen Begegnung erfahren sich Menschen in Europa in mehreren Identitäten. Die Identität innerhalb einer ethnischen, kulturellen oder religiösen Gruppe und die Identität als Bürgerinnen und Bürger von Städten müssen in ein produktives Verhältnis gebracht werden.

Medien - Sprache - Information: Das Bild, das Einzelpersonen und/oder Gruppen voneinander auch in religiöser und ideologischer Hinsicht haben, wird wesentlich von der Medienberichterstattung und der Sprache geprägt.

Stadt - Staat - internationale Gemeinschaft: Für das Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft ist neben einer engen interreligiösen Zusammenarbeit auch eine ständige Kooperation der Religionsgemeinschaften mit den städtischen Behörden, den nationalen Regierungen und den europäischen Institutionen erforderlich.

Das Projekt (Idee: Harald Baloch; Leitung: Grazer Friedensbüro - Karl Kumpfmüller und Heidi Bassin) gipfelte vom 05. bis 09. Juli in einer europäischen Konferenz, zu der die Städte Graz und Sarajevo ca. 300 TeilnehmerInnen eingeladen haben, darunter die Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan-Maguire (Belfast), der oberste muslimische Repräsentant Mustafa Ceric aus Sarajevo, die langjährige Präsidentin der Union israelitischer Kultusgemeinden Tullia Zevi (Rom) - die von Chaim Eisenberg, Wien, vertreten wurde - und der Gründer und Vorsitzende der Stiftung Weltethos Hans Küng (Tübingen). Die Eröffnung fand in den Kasematten auf dem Grazer Schloßberg statt. Juden, Christen und Muslime luden zu öffentlichen Gottesdiensten und Empfängen ein. Auftakt und Abendveranstaltungen waren öffentlich zugänglich. Internationale Chorgruppen aus ganz Europa waren zu hören, eine "Lange Nacht der Toleranz" machte die 2003-Publikation "Wege zur Toleranz" (Projekt "Entdeckung der Toleranz") in einer eindrucksvollen Performance lebendig. Ausstellungen und Konzerte begleiteten das Ereignis und ließen Interreligiosität direkt erfahrbar werden.


Artikel zum Projektstart

Idee und Konzeption: Harald Baloch und Karl Kumpfmüller in Zusammenarbeit mit dem Interreligiösen Arbeitskreis Graz 2003
Durchführung: Grazer Büro für Frieden und Entwicklung, Karl Kumpfmüller, Heidi Bassin


KIRCHEN UND RELIGIONSGEMEINSCHAFTEN IN GRAZ

Katholische Kirche
c/o Stadtpfarre zum Hl. Blut, 8010 Graz, Herrengasse 23
Tel. +43/316/829684
http://www.kath-kirche-graz.org

Evangelische Kirche A.B. und H.B.
c/o Evangelische Heilandskirche, 8010 Graz, Kaiser Josef Platz 9
Tel. +43/316/827528
http://www.evang.at

Ökumenisches Forum der Kirchen
c/o Evangelisch-methodistische Kirche, 8010 Graz, Wielandgasse 10
Tel. +43/316/822225

Israelitische Kultusgemeinde
8020 Graz, David Herzog Platz 1
Tel. +43/316/712468
http://www.ikg-graz.at

Islamische Religionsgemeinde Graz für Steiermark und Kärnten
c/o Kamel G. Mahmoud, 8020 Graz, Niesenberger Gasse 40

Buddhistische Gemeinde Österreich-Süd
c/o Buddhistisches Zentrum, 8020 Graz, Griesgasse 2
Tel. +43/316/717297-19
http://www.shedrupling.at

Ein Projekt von Graz 2003 - Kulturhauptstadt Europas in Zusammenarbeit mit dem Grazer Büro für Frieden und Entwicklung und der Stadt Sarajevo.

Datum:05.07.2003 - 09.07.2003
Ort:Buddhistisches Forum
Cafe Palaver
diverse Orte
Evangelische Heilandskirche
Herz-Jesu-Kirche
Islamisches Zentrum in Graz
Kasematten, Schlossberg
Kulturzentrum bei den Minoriten, Großer Minoritensaal
Landhaushof
Rathaus, Ganggalerie
Stadtpfarrkirche
St. Andrä
Synagoge
WIFI Steiermark





externe links:
http://www.graz.at/verwaltung_service/buerofuerfrieden.htm
http://www.uni-tuebingen.de/stiftung-weltethos
http://uvod.sarajevo.ba
http://www.wcrp.org
http://www.friedensbuero-graz.at




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